Heilpflanzentherapie

Die Verwendung von Pflanzen zum Heilen ist eine ursprüngliche Therapieform, die sich abhängig von klimatischen und soziokulturellen Faktoren über Jahrhunderte aus den Erfahrungen vieler Generationen weltweit in verschiedenen Ausprägungen entwickelt hat.

In unserem abendländischen Kulturkreis ist die Phytomedizin auch mit berühmten Personen verbunden wie z.B. Pythagoras von Samos, Hippokrates, Hildegard von Bingen oder Paracelsus.

Viele moderne Arzneimittel resultieren direkt oder in abgewandelter Form aus Pflanzen; Beispiele dafür sind das Schmerzmittel Aspirin mit dem Wirkstoff Acetylsalycilsäure aus der Weidenrinde und das Betäubungsmittel Morphium - ein Opiat aus dem Schlafmohn.

Heilpflanzen sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Naturprodukt und können vielseitig therapeutisch verwendet werden. Ihre Wirksamkeit wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass sie eine Mischung an Wirkstoffen enthalten, wie beispielsweise ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe, Alkaloide, Cumarine, Glykoside. Sie wirken entzündungshemmend, abschwellend, schmerzstillend und desinfizierend und werden auch zur Regulation und Stabilisierung von Funktionskreisläufen eingesetzt. Es gibt verschiedene Applikationsformen für innere und äußere Anwendungen: z.B. Tablette, Tee, Tinktur, Saft, Salbe, Creme oder Badezusatz

Heilpflanzen werden zur Linderung von Beschwerden und Heilung von Erkrankungen in den verschiedensten Bereichen wirkungsvoll eingesetzt:

 

  • Atemwege

  • Herz-Kreislaufsystem

  • Magen-Darmtrakt

  • Urogenitaltrakt

  • Immunsystem

  • Bewegungsapparat

  • Klimakterische Beschwerden

  • Vegetative Zustände (z.B.Schlafstörungen)